Die Keystone Module Montage ist ein zentraler Bestandteil moderner Netzwerkinstallationen. Egal ob im privaten Heimnetzwerk oder in professionellen Serverräumen – das modulare Anschlusssystem hat sich als Standard etabliert. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie RJ45-Keystone-Jacks fachgerecht installieren, worauf Sie bei der Belegung achten müssen und welche Werkzeuge Ihnen die Arbeit erleichtern.
Was ist ein Keystone Modul?
Bevor wir in die Praxis der Keystone Module Montage einsteigen, lohnt ein kurzer Blick auf die Technik. Keystone-Module sind genormte Anschlussbausteine (meist RJ45 für Ethernet), die in Patchfelder, Netzwerkdosen oder Hutschienenadapter eingeklickt werden. Der große Vorteil liegt in ihrer Flexibilität: Module können einzeln ausgetauscht werden, ohne das gesamte Panel wechseln zu müssen.
Vorbereitung und benötigtes Werkzeug
Für eine erfolgreiche Installation ist das richtige Werkzeug entscheidend. Auch wenn viele moderne Module "werkzeuglos" sind, benötigen Sie Grundausstattung für die Kabelvorbereitung.
- Abisolierwerkzeug: Um den Mantel des Verlegekabels zu entfernen, ohne den Schirm zu beschädigen.
- Seitenschneider: Zum präzisen Kürzen der Adern.
- Kupferklebeband (optional): Für eine optimale Schirmung.
- Kabeltester: Zur Überprüfung nach der Keystone Module Montage.
Der Unterschied: Werkzeuglos vs. LSA
Es gibt zwei Hauptarten der Montage:
- LSA-Technik: Hier werden die Adern mit einem Anlegewerkzeug in die Schneidklemmen gepresst.
- Werkzeuglose Montage (Tool-free): Diese Module, oft als "Butterfly"-Design bezeichnet, lassen sich durch Zusammendrücken des Gehäuses verriegeln. Dies ist für Heimwerker oft die einfachere Variante der Keystone Module Montage.
Schritt-für-Schritt: Die Keystone Module Montage
Folgen Sie dieser Anleitung für eine fehlerfreie Verbindung.
1. Kabel vorbereiten
Entfernen Sie ca. 3 bis 5 cm des Außenmantels Ihres Netzwerkkabels (z.B. Cat.7). Achten Sie penibel darauf, das Drahtgeflecht (Gesamtschirm) vorsichtig nach hinten über den Kabelmantel zu stülpen. Die einzelnen Adernpaare sind nochmals in Folie geschirmt – entfernen Sie diese Folie bis kurz vor den Mantelrand.
2. Belegung wählen: T568A oder T568B?
Ein häufiger Stolperstein bei der Keystone Module Montage ist die Farbcodierung. Es existieren zwei Standards: T568A und T568B.
- In Europa wird häufig T568B verwendet.
- Wichtig ist: Verwenden Sie auf beiden Seiten des Kabels (Dose und Patchpanel) denselben Standard!
Die Farbcodierung ist meist direkt auf dem Keystone-Modul aufgedruckt, sodass Sie die Adern nur den entsprechenden Farben zuordnen müssen.
3. Adern einführen
Führen Sie die Adernpaare in die entsprechenden Farbmarkierungen des Ladestücks (Manager) ein. Bei einer werkzeuglosen Keystone Module Montage legen Sie die Adern in die Führungen ein. Achten Sie darauf, die Verdrillung der Adernpaare so spät wie möglich aufzulösen, um die Signalqualität (NEXT-Werte) hochzuhalten.
4. Verpressen und Kürzen
Kürzen Sie die überstehenden Adern im Ladestück bündig mit einem feinen Seitenschneider.
- Bei Tool-free: Klappen Sie die Flügel des Moduls zusammen und drücken Sie sie fest, bis sie einrasten. Ein leises "Klick" bestätigt den Sitz.
- Bei LSA: Nutzen Sie das LSA-Werkzeug, um die Adern einzeln in die Kontakte zu drücken; das Werkzeug schneidet den Überstand meist automatisch ab.
5. Schirmung und Zugentlastung
Schließen Sie das Gehäuse oder befestigen Sie den Kabelbinder für die Zugentlastung. Der Geflechtschirm des Kabels muss festen Kontakt zum Metallgehäuse des Moduls haben, um eine durchgehende Erdung zu gewährleisten. Dies ist ein kritischer Punkt bei der Keystone Module Montage, um Störsignale zu vermeiden.
Vorteile der modularen Bauweise
Warum setzen Profis auf diese Art der Installation?
- Flexibilität: Mischen von LWL, Koax und RJ45 in einem Panel möglich.
- Wartung: Defekte Ports können einzeln getauscht werden.
- Zeitersparnis: Die Keystone Module Montage geht oft schneller von der Hand als das Auflegen auf alte LSA-Leisten.
Tipp: Testen Sie nach der Montage jede Leitung mit einem Netzwerktester, um Verdrahtungsfehler oder Wackelkontakte sofort zu identifizieren.