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Oberschwingungen durch Wechselrichter: Ursachen und Lösungen

Wechselrichter in einer Photovoltaikanlage mit Diagramm zu Oberschwingungen
Moderne Wechselrichter können trotz Filtersysteme Oberschwingungen erzeugen

Oberschwingungen durch Wechselrichter stellen eine wichtige Herausforderung für die Netzqualität dar. Diese harmonischen Verzerrungen entstehen bei der Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom und können andere Verbraucher beeinträchtigen.

Oberschwingungen durch Wechselrichter sind ein zentrales Thema im Bereich der erneuerbaren Energien und Netzqualität. Wenn Photovoltaikanlagen Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom umwandeln, entstehen zwangsläufig Verzerrungen des reinen Sinussignals.

Was sind Oberschwingungen?

Oberschwingungen sind Vielfache der Grundfrequenz von 50 Hz. Ein perfektes Sinussignal besteht ausschließlich aus der Grundwelle. In der Realität erzeugen elektronische Geräte wie Wechselrichter jedoch zusätzliche Frequenzen:

  • 3. Harmonische: 150 Hz
  • 5. Harmonische: 250 Hz
  • 7. Harmonische: 350 Hz
  • 11. Harmonische: 550 Hz

Je höher der Anteil dieser Oberwellen, desto stärker ist das Signal verzerrt. Der THD-Wert (Total Harmonic Distortion) quantifiziert diese Verzerrung als Prozentwert der Grundwelle.

Ursachen bei Wechselrichtern

Schaltungsbedingte Faktoren

Wechselrichter arbeiten mit Leistungselektronik wie IGBTs oder MOSFETs. Diese schalten mit hoher Frequenz, um den Gleichstrom zu pulsieren und angenäherte Sinuswellen zu erzeugen. Das resultierende Signal weist typischerweise:

  1. Steuerungsverfahren: PWM-Modulation erzeugt inhärente Oberwellen
  2. Topologie: Bestimmte Schaltungskonzepte begünstigen bestimmte Harmonische
  3. Betriebspunkt: Teillastbetrieb verändert das Spektrum deutlich

Moderne String-Wechselrichter erreichen THD-Werte zwischen 2-5% am Ausgang – deutlich besser als ältere Generationen mit Werten über 8%.

Netzbedingte Verstärkungseffekte

Das Niederspannungsnetz selbst kann Oberschwingungen durch Wechselrichter verstärken. Resonanzen zwischen:

  • Leitungsimpedanzen
  • Kondensatorbänken zur Blindleistungskompensation
  • Induktivitäten von Transformatoren

führen zu Überhöhungen einzelner Harmonischer. Besonders die Resonanzfrequenz zwischen Induktivität und Kapazität kann problematisch werden.

Auswirkungen auf das Netz

Oberschwingungen durch Wechselrichter verursachen verschiedene negative Effekte:

Effekt Beschreibung
Zusatzverluste Erhöhte Stromwärmeverluste in Leitungen und Transformatoren
Spannungsverzerrung Beeinträchtigung empfindlicher elektronischer Geräte
Fehlauslösung Schutzrelais sprechen unnötig an
Lebensdauer Reduzierte Lebensdauer von Kondensatoren und Motoren

Besonders kritisch: Die Erwärmung von Nullleitern durch Addition ungerader Dreier-Harmonischer (3., 9., 15.).

Grenzwerte und Normen

Die DIN EN 61000-3-2 definiert Grenzwerte für Oberschwingungsströme. Für Wechselrichter gelten je nach Leistungsklasse unterschiedliche Anforderungen:

  • Bis 16 A pro Phase: Klassifizierung nach Geräteklasse A-D
  • Über 16 A: Anschlussbedingungen nach D-A-CH-CZ-Richtlinie oder BDEW-Mittelspannungsrichtlinie

der THD am Verknüpfungspunkt darf typischerweise 8% nicht überschreiten, bei einzelnen Harmonischen gelten striktere Limits.

Messung und Analyse

Messtechnische Erfassung professionell durchführen lassen

Fazit: Qualität sichert Ertrag

Oberschwingungen durch Wechselrichter lassen sich durch moderne Technik effektiv beherrschen. Regelmäßige Messungen und qualitativ hochwertige Komponenten schützen Ihre Anlage und das öffentliche Netz. Nutzen Sie unseren Photovoltaikanlage Suben-Service für eine umfassende Analyse Ihrer PV-Anlage.

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